Stadtkirche Schönau
Im Jahr 1142 wurde das Zisterzienserkloster Schönau durch den Wormser Bischof Burkhard II. gegründet. Pfalzgraf Konrad von Staufen wurde Schutzherr des Klosters und erwählte es 1195 zu seiner Grablege. Längere Zeit war es Hauskloster der bayrischen Wittelsbacher. Besitztümer dieses Klosters reichten bis in die Rheinebene. Im südlichen Teil der Klosteranlage wurde um 1230/40 das große Herrenrefektorium, der Speisesaal der Mönche, erbaut. Das Jahrhundert der Reformation bedeutete eine große Veränderung für das Kloster und seine Bewohner. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts war es nur noch von wenigen Mönchen besiedelt.
Nachdem Kurfürst Friedrich III. nach der Einführung der Reformation (1556 durch Otto Heinrich) in der Pfalz das Kloster aufgehoben hatte, wies er wallonischen Flüchtlingen aus Lüttich und Namur die leer stehenden Gebäude als Wohnsitz zu. Das ehemalige Refektorium wird ihr Gottesdienstraum und ist bis heute die evangelische Kirche. Es steht unter der Verwaltung der Pflege Schönau, die von Kurfürst Friedrich III. eingesetzt worden war, um die aufgelöste Vermögensmasse weiterhin für kirchliche Zwecke zu verwenden.
Aus der Klosterzeit ist das Refektorium das größte noch erhaltene Gebäude in Schönau. Das Refektorium (das ursprünglich ja kein sakraler Raum war) ist nicht – wie die meisten alten Kirchen – geostet: Seine Längsausrichtung geht von Norden nach Süden. Vier große Pfeiler unterteilen den Raum in zwei gleichbreite Schiffe. Der Altar und die Kanzel stehen an der Längsmauer der Westseite. Somit sind die Besucher des Gottesdienstes von drei Seiten um den Altarbereich gruppiert.
Nachdem Kurfürst Friedrich III. nach der Einführung der Reformation (1556 durch Otto Heinrich) in der Pfalz das Kloster aufgehoben hatte, wies er wallonischen Flüchtlingen aus Lüttich und Namur die leer stehenden Gebäude als Wohnsitz zu. Das ehemalige Refektorium wird ihr Gottesdienstraum und ist bis heute die evangelische Kirche. Es steht unter der Verwaltung der Pflege Schönau, die von Kurfürst Friedrich III. eingesetzt worden war, um die aufgelöste Vermögensmasse weiterhin für kirchliche Zwecke zu verwenden.
Aus der Klosterzeit ist das Refektorium das größte noch erhaltene Gebäude in Schönau. Das Refektorium (das ursprünglich ja kein sakraler Raum war) ist nicht – wie die meisten alten Kirchen – geostet: Seine Längsausrichtung geht von Norden nach Süden. Vier große Pfeiler unterteilen den Raum in zwei gleichbreite Schiffe. Der Altar und die Kanzel stehen an der Längsmauer der Westseite. Somit sind die Besucher des Gottesdienstes von drei Seiten um den Altarbereich gruppiert.