Spielerisch zum Frieden

Frieden ein Themenbereich, der viele Menschen bewegt und betrifft, hier und weltweit. 16 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Weinheim haben sich drei Monate lang intensiv damit beschäftigt. Sie haben im evangelischen Religionsunterricht Ideen gesammelt, recherchiert, ihr Wissen dokumentiert und kreativ umgesetzt. "Vier Spiele sind aus dem gemeinsamen Nachdenken und Arbeiten entstanden, eines davon kann digital gespielt werden", erklärt Studienrätin Lisa Bauer. Und für die Möglichkeit dem Thema Frieden durch Spiele näherzukommen wurden sie und weitere Schulklassen in Baden-Württemberg mit dem Ulli-Thiel-Friedenspreis 2026 ausgezeichnet. 

Sie wurden mit dem Ulli-Thiel-Friedenspreis ausgezeichnet. Schülerinnen und Schüler, Klasse 10, am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Weinheim. 

Quelle: Lisa Bauer - eingebettet von www.ekinb.de

Spiel "Monopeace"

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Spielsteine, Frage-Kärtchen für "Monopeace"

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Friedenstaube-Puzzle

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Insgesamt 119 Felder, auf jedem Fragen zum Themenbereich Frieden

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Spiel Nummer eins ist "Monopeace" und wer Monopoly kennt, kann gut damit einsteigen. "Auf den unterschiedlichen Feldern und Straßen geht es zum Beispiel um weltweit berühmte Personen, die sich politisch für den Frieden eingesetzt haben", macht ein Schüler deutlich. Ein breites Portfolio deckt das Spiel ab: von Wissensfragen bis hin zur Prüfung der eigenen Ansichten und der Möglichkeit zur Selbstreflektion. "Es kommt halt darauf an auf welchem Feld man gerade steht", sagt eine Schülerin, mit einem Lächeln im Gesicht. Unterschiedliche Bibelverse, aufgelistet in einer Spielstraße zeigen: Frieden war auch schon ein Thema mit großer Bedeutung im Alten und Neuen Testament.
 
Ein Puzzle aus zahlreichen Teilen aus Holz haben die Schülerinnen und Schüler hergestellt. Geduld ist erforderlich, bis es zusammengesetzt ist. Dann erkennbar – die bekannte Friedenstaube, in der Öffentlichkeit sichtbar auf blauen Flaggen. 
 
Beim dritten Spiel beginnen die Teilnehmer auf der untersten Stufe eines Wegs. Der geht Stufe für Stufe weiter bis zum Ziel. Auf jeder warten Fragen und um weiterzukommen, muss über moralische Fragen diskutiert und ein Konsens gefunden werden. Und auch zurückfallen ist möglich.
 
Und bei Spiel Nummer vier wird digital gearbeitet. Hier können Spielfreudige auf einem Tablet oder Handy Memory spielen. Dabei müssen berühmte Persönlichkeiten mit den richtigen Zitaten verbunden werden oder auch einfache Friedenssymbole als Paar gefunden werden. Zur kreativen Umsetzung gehört noch das Gestalten der Spielbretter mit Zeichnungen, Bildern und Feldern sowie das Zuschneiden der Holzpuzzleteile mit einem Laser Cutter und herstellen von Spielsteinen mit einem 3D Drucker.  
 
"Uns allen hat die Arbeit an dem Projekt und das Lernen viel Spaß gemacht", resümiert Lisa Bauer und die Schülerinnen und Schüler stimmen ihr zu. Und die Spiele können noch weitere Jugendliche begeistern, denn jede Klasse kann sie ausleihen. 
 
Text: Christina Naefken und Lisa Bauer
Fotos: Lisa Bauer, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Weinheim